Aal angeln

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Aal angeln und die Aale

Der Aal ist in allen, mit dem Atlantik in Verbindung stehenden Gewässern Europas heimisch. In abgeschlossenen Seen und Teichen wird er eingesetzt.
Gute Fangplätze zum Aal angeln sind Krautbetten und alle Plätze die ihm Unterschlupf bieten. Achten Sie also beim Aal angeln, auf diesen Räuber, auf alle Auffälligkeiten in Ufernähe, oder im Gewässer selbst.
In Seen und Teichen bevorzugen die Aale als Verstecke Pflanzendickichte, Seerosenfelder, Baumwurzeln und Steinschüttungen.

In Fließgewässern verhalten sich die Aale ähnlich, jedoch kommen hier als bevorzugte Standplätze noch Gumpen, tiefe Rinnen, unterspülte Ufer, mit Schilf bewachsene Ufereinschnitte und Gewässereinläufe hinzu. Aal angeln sollten sie nicht zu nahe an hindernisreichen Verstecken. Der Aal ist meisterlich darin sich in einem Hindernis festzusetzen. Hängt der Fisch erst einmal fest, haben sie meistens den Kürzeren gezogen.

Der Aal

Beißzeiten zum Aal angeln

Der Aal beißt am besten zwischen Mai und August. Besonders aussichtsreich beim Aal angeln sind die frühen Morgen- und die späten Abendstunden. Wo es erlaubt ist, sollte man nachs angeln bevorzugen. Warme, laue Sommernächte sind auf Aale sehr erfolg versprechend.

Spitzenfänge beim Aal angeln sind an Gewittertagen möglich. Vor allem im Fluss, fallen die Aale manchmal in einen Beißrausch, wenn das Gewitter gerade durchgezogen ist.
Angetrübtes und leicht steigendes Wasser aufgrund des Gewitters sind beim Aal angeln ideal.
Vor allem aber braucht der Aalangler die Dunkelheit. Die Phasen des letzten Monddrittels und bei Neumond verheißen optimale Bedingungen. Windrichtungen aus Süd bis Süd-West bringen den sichersten Erfolg.

Köder zum Aal angeln

Aal KöderDie bekannteste Methode zum Aal angeln dürfte wohl der Tauwurm an einer Bodenblei - Montage sein. Dazu wird ein Wurmhaken Größe 1 bis 5 verwendet.
Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, wenn der Tauwurm mit Flavour versetzt wird. Schon seit langem wird hierfür Krabbenöl genutzt, heutzutage gibt es auch moderne Sprüh-Flavours für das Aal angeln.
Ein fängträchtiges, ganz natürliches Aroma zum Aal angeln erreichen sie, wenn die Tauwürmer alle halbiert am Haken angeboten werden. Es lockt durch den Geruch an. Außerdem werden Fehlbisse vermieden.

Versuchen sollten Sie es auch mit Mistwürmern. Diese sind entschieden einfacher zu fangen. Beim Aal angeln müssen Sie diese allerdings immer als Bündel anbieten.
Genauso fängig beim Angeln sind Köderfische in allen Variationen. Zu bevorzugen sind die, in dem beangelten Gewässer sehr häufig vorkommenden Kleinfischarten welche dem Aal auch als natürliche Nahrung dienen. Ganze Köderfische (8-12cm) werden meist nur von großen Aalen genommen, während man mit zerteilten Stücken auch kleine und mittlere Exemplare überreden kann.
Auch bei Köderfischen ist es immer sinnvoll den extrem guten Geruchssinn des Aals anzusprechen. Dies kann durch Stiche in den Fisch, bzw. durch Flavours geschehen.
Von den verschiedenen Fischarten beim Aal angeln habe ich vor allem mit dem Gründling sehr gute Erfahrungen gemacht.
Da der Aal die Fische vom Kopfende her frisst, werden diese mit der Ködernadel so aufgezogen, dass der Einfachhaken aus der Kieme oder dem Maul herausragt.
Bei entsprechend kleinen Köderfischen ist auch eine Lippenköderung möglich.

Ein weiterer sehr fängiger Köder zum Aal angeln ist Rogen. Hier besorgen sie sich aus Forellenzuchtanstalten am besten frischen Forellenrogen. Verkneten Sie den Forellenrogen mit Weißbrot zu einem Teig. Von dem Weißbrot die Rinde entfernen.
Genauso gut wie mit Forellenrogen funktioniert das auch mit dem frischen Rogen von Rotaugen oder Karpfen beim Aale angeln.
Im Frühjahr bis Frühsommer lohnt sich auch der Versuch, mit Lachseiern. Diese kriegen sie in jedem Angelgeschäft. Nachteil dieses Köders ist, dass sie mit sehr viel kleineren Haken fischen müssen, wodurch schon mal die eine oder andere "Schlange" sich wieder davon schlängeln kann.
Ein zu jeder Zeit guter Köder beim Aal angeln ist ein halber Tauwurm zusammen mit mehreren Maden auf einem Wurmhaken aufgezogen.

Vermeiden Sie besonders beim Aal angeln alles was den Geruchssinn dieses Fisch negativ beeinflussen könnte. Also scharfe Seifen, Deodorant oder Mückenspray sollte nicht in Berührung mit den Angelköder kommen. Vermeiden Sie auch sinnlose "Leuchtorgien" mit der Taschenlampe. Anlocken werden Sie diesen scheuen Fisch damit nicht.
Wenn über längere Zeit an ihrer Angelstelle nichts passiert sollten sie auf Wanderschaft gehen. Gehen Sie dabei jeweils mit einer Rute ca. 15m stromaufwärts. Dies wiederholen Sie im Abstand von 15 Minuten.
Gute Lockstoffe sind z.B. Reiheröl, Anisöl, Krabbenöl, Lebertran.
Aale kann man mit den folgenden Rezepten anfüttern. Füttern Sie nur in Gewässern an, in welchen Sie sicher sein können, dass das eingebrachte Futter von den Fischen sofort gefressen wird.
Grundsätzlich eignen sich zum Anfüttern der Aale Maden, Würmer, zerschnittene Weissfischteile, frische Fleisch- und Leberstückchen, zerkleinerte Muscheln, Schnecken,.... Verkneten Sie diese Köder mit Hilfe von Wurstmehl, Kleie und frischem Blut zu einer Art Paste.
Ohne die Mehlanteile können Sie die Fischstücke auch durch den Fleischwolf drehen und zusammen mit einem kleinen Steinchen einfrieren. Der Stein bewirkt, dass das Futter sofort zu Boden sinkt.

Gerät zum Aal angeln

De AalFür den Fang des Aals ist eine mittelschwere Grundangel, mit oder ohne Pose und Grundblei oder Laufblei geeignet. Der Schnurdurchmesser  muss je nach Gewässerbedingungen zwischen 0,25mm und 0,40mm liegen.
Da es immer wieder vorkommt, dass der Aal während des Drills in Hindernisse gerät, bzw. meist aus dem Wasser gehoben wird ist grundsätzlich einer stabileren Ausrüstung beim Aalangeln der Vorzug zu geben.
Geben Sie beim Aalangeln den einfachen Montagen den Vorzug. Nachts sind einfache Montagen sehr viel leichter zu knüpfen und zu entwirren.
Der Klassiker zum Aal angeln ist ein Laufblei - Rig mit Kopf-voran aufgezogenem Köderfisch. Für den Aalangler sehr praktisch ist die Verwendung von Freilauf-Rollen, als alleinige oder zusätzliche Bissanzeige.
Unerlässlich beim Aal angeln ist ein ausreichend geräumiger und tiefer Eimer. 30 Liter und mehr sollten es schon sein.
Zum Anfassen und Abködern ist ein trockenes Tuch unerlässlich. Sie können beim Aal angeln viele Utensilien vergessen, aber das Tuch ist notwendig, was jeder Angler bestätigen kann, dem ein Aal schon mal den Arm hochgekrochen ist.

- Ruten mit mehr als 40gr. Wurfgewicht, ein steifes Rückgrat mit sensibler Spitze sind am besten zum Aal angeln:


- Freilaufrollen mit mindestens 100m monofiler Schnur
- Laufbleie- je nach Gewässer von 2-150gr /bei schlammigem Grund Tiroler Hölzl)
- Abstandhalter
- Gummiperlen- zum Knotenschutz
- Wirbel mit Karabiner
- Vorfächer
- Haken Gr. 1-6- am besten Wurmhaken
- Bissanzeiger- Knicklichter, Rutenglocken, E- Bissanzeiger etc.
- Ködernadel
- Aaltöter (für nach dem Aal angeln)
- Messer
- alte Handtücher
- Kopflampe und Taschenlampe

 

Herkunft und Lebensweise unserer Aale

Der Aal hat einen schlangenförmigen Körper. Sein Rücken ist schwarzblau bis schwarzgrün. Der Bauch je nach Alter gelblich bis weiß. Der Aal besitzt einen nicht gegliederten Flossensaum. Die Haut des Aales ist sehr schleimig.  Bei der ersten Betrachtung glaubt man kaum, dass der Aal Schuppen besitzt. Seine sehr kleinen und tief liegenden Schuppen erwecken eher den Eindruck einer Haut.

Glasaal LarveVon den Anglern, wird der Aal in den Spitz- und den Breitkopfaal unterschieden. Die Tiere unterscheiden sich durch die Kopf-Form, sowie durch ihre Nahrungsgewohnheiten. Der Spitzkopfaal ernährt sich hauptsächlich von allerlei Kleintieren, während der Breitkopfaal sich von Muscheln, Krebsen und kleinen Fischen ernährt.Tatsächlich handelt es sich allerdings um die gleiche Fischart, die lediglich durch die unterschiedliche Entwicklung auch ein unterschiedliches Aussehen ausformt.

In gewisser Weise unterscheiden sich die beiden Formen des Aals auch beim Aal angeln. Die Köderwahl für Breitkopf-Aale ist eher der Fischfetzen als der Tauwurm.

Der Aal wandert zum Laichen tausende Kilometer aus den Flüssen des europäischen Festlands bis zu den Bermuda-Inseln in die Sargassosee. In einer Tiefe von etwa 1000m findet der Laichvorgang statt. Die Glasaallarven kehren nach Europa in einer dreijährigen Reise, zusammen mit dem Golfstrom zurück.

Der Aal erreicht als Weibchen die Geschlechtsreife nach 9 Jahren, als Männchen mit etwa 7 Jahren. Das Blut des Aals ist schwach giftig. Es sollte nicht in die Augen oder in offene Wunden geraten, da es dadurch zu einer langwierigen Wundheilung, bzw. zu einer starken Reizung kommt.

 

 

Verwertung der Aale - Aale Räuchern

Aale geräucherte DelikatesseDas wichtigste nach einem erfolgreichen Aal angeln ist natürlich die gefangenen Fische sinnvoll zu verwerten.
Besonders geeignete für den Aal ist das Räuchern:

Für einen besonders guten Geschmack werden die Fische ca. 10- 12 Stunden vor dem Räuchern in eine Salzlake eingelegt. Die Fische müssen komplett unter Wasser liegen, damit sich die Salzlösung gleichmäßig verteilen kann. Nach dem Salzen ist der Fisch gründlich abzuspülen und danach zu trocknen. Das bedeutet, daß die Fische an einem luftigen, schattigen Ort abtropfen sollen, bis sich nach wenigen Minuten eine pergamentartige Haut bildet.
Manche schneiden den Aal auch bis zum Schwanzende auf. Dadurch gerät der Rauch besonders gut an den Fisch.
Herstellung der Lake: Eine Kartoffel schälen. Das Wasser in ein großes Gefäß geben. In das Wasser legt man die geschälte Kartoffel. Nun rührt man nach und nach Salz in das Wasser. Die optimale Menge an Salz ist erreicht, wenn die Kartoffel an der Oberfläche schwimmt.
Viele Feinschmecker setzen auch einen Sud an und geben diesen der Lake hinzu. Den Sud kocht man so:
4 Lorbeerblätter, 30 Wacholderbeeren, 50 Senfkörner und 15 Pfefferkörner mit dem Mörser anquetschen und anschließend in einen Liter Wasser geben und aufkochen. Nach etwa 5 Minuten kochen, den Sud im Topf auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Diesen Sud durch ein Sieb filtern und anschließend der Lake hinzufügen. Das Wasser für den Sud sollte genauso gesalzen sein, wie die Lake selbst.
Der Ofen muss mindestens 10 min. richtig angeheizt werden ( hohe Temperatur ). Nun können die Fische eingehängt werden. Die Fische dürfen sich nicht berühren. Nun kann man den Deckel schließen und die Luke unten öffnen und etwas Holz nachlegen.
Kein Großfeuer mehr aufkommen lassen, sonst sind die Fische verdorben, ein kleines Feuer ist richtig zum Garen der Fische.
Die Temperatur sollte so zwischen 90-110°C liegen. Nach ca. 15-25 min. sollte der Garvorgang beendet sein, man sieht es am besten daran wenn sich die Bauchlappen spreizen.
Nun können wir mit dem Räuchern beginnen. Man legt wieder eine Schicht Holz auf, aber nun wird die Luke geschlossen, es entsteht kein Feuer  sondern dicker quellender Rauch. Es sollte sich nun eine Temperatur von 60-75°C einstellen. Der Ofen sollte ständig in Beobachtung sein. Ab und zu wird Holz oder Späne nachgelegt. Nach ca. 1 bis 1,5 Std. ist der Räuchervorgang beendet. Jetzt können wir die Fische zum Auskühlen aufhängen.

geschmorter Aal
2 Frische Aale (a 500 g)
125 g Mehl
150 g Butter
1 l Wasser
1 Zwiebel
2 Lorbeerblätter
3 Pimentkörner
3 EL Schwarzer Sirup

Den Aal ausnehmen, abziehen, in Stücke schneiden und kräftig salzen. In einer Pfanne in Butter erhitzen. Den Aal in Mehl wälzen und braten.
In der Zwischenzeit das Wasser mit der Zwiebel, etwas Salz und Pfeffer und den Gewürzen aufkochen und zirka 5 Minuten kochen lassen. Das Mehl mit etwas Wasser anrühren und in den Sud geben, so dass eine sämige Soße entsteht. Dann den Sirup unterrühren.
Zum Schluss gibt man den gebratenen Aal dazu und lässt alles noch mal kurz aufkochen.
Mengenangabe: 4 Personen

Die beim Aal angeln gefangenen "Schlangen" sind geräuchert am Besten. Wer das noch nicht ausprobiert hat sollte dies unbedingt sofort nach dem nächsten Aal angeln mal tun.


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